Mediation - vom Streit zur Streitkultur oder: Wie der Konflikt zur Chance wird!

Je größer die Nähe, desto größer die Reibung und damit auch die Reibungswärme! Schnell wird es hitzig und ein Streit eskaliert, wird zum Klein- oder auch zum großen Krieg. Die Beteiligten werden emotional, fühlen sich übervorteilt, sehen sich in die Knie gezwungen oder empfinden Verletzung. Rachegefühle entstehen, nicht selten folgen Streß, Angst, Verzweiflung oder ein sogenannter Burn-out. Jeder ist im Recht, doch ist es manchmal nur das eigene Recht, nicht das des anderen. Oft wird ein Anwalt eingeschaltet und Gerichte angerufen, und zum Schluß ist nicht mehr klar, worum es eigentlich geht. Alternativen? Die Mediation! Die Mediation ist nicht neu, sie ist - kulturell bedingt - einige Zeit in den Hintergrund getreten, gewinnt jetzt aber - auch durch das neue Mediationsgesetz der Bundesregierung - neues Gewicht. Bei der Mediation wird der Streit zur Streitkultur, Wünsche und Forderungen genauso ernst genommen wie die Gefühle und Emotionen, die sie begleiten.

  

Win-Win oder: Zu bekommen, was ich möchte, ohne einem anderen zu schaden

Was heute oft mit Aggression, Wut und Ohnmacht verknüpft wird, wurde im früheren Sprachgebrauch stärker differenziert: FÜR etwas streiten! Das bedeutet, sich mit dem eigenen Anliegen, den eigenen Wünschen und Bedürfnissen intensiv und reflektiert auseinanderzusetzen. Der Gewinn liegt nicht nur in einer gesteigerten Erkenntnis, sondern vor allem in der neu gewonnenen Fähigkeit, das eigene Anliegen differenziert vortragen zu können, um beim Kontrahenten Verständnis zu wecken. Wer sich auf diesen Prozeß einläßt, wird genauso ein tieferes Verständnis für den Gegner entwickeln - aus einem konfrontativen Gegeneinander wird oftmals schnell ein konstruktives Miteinander. Das Großartige ist: Bei einer erfolgreichen Mediation (= Vermittlung) muß keine Partei zurückstecken, sondern beide Parteien bekommen das, was sie sich wünschen, ohne dem anderen deswegen zu schaden.

 

Mediation berücksichtigt die Beziehung

Wo Streit und Ablehnung, Unfrieden oder sogar Haß herrschen, sieht der Mediator zwei Parteien, die einander nicht verstehen können, als ob sie unterschiedliche Sprachen sprächen. So ist der Mediator kein Schlichter, der Entscheidungen trifft, sondern ein Vermittler, eine Art Übesetzer. Mit Hilfe eines fundierten methodischen Vorgehens des Mediators lernen die Kontrahenten, einander genauer zuzuhören, Rücksicht zu üben und ihr eigenes Anliegen ebenso berücksichtigt zu wissen. Der person-zentrierte Ansatz nach Rogers bildet für mich die Grundlage für die Neugestaltung einer konflikthaften Beziehung.    

 

Kann mein Konflikt durch Mediation gelöst werden?

Vereinbaren Sie einen Termin mit mir! Für ein Erstgespräch müssen nicht beide Parteien anwesend sein. Einen Kontakt in einer verfahrenen Situation herzustellen, kann bereits die Aufgabe des Mediators sein. Die Mediation ist ein begleitendes Verfahren, das zum Ziel hat, daß die Konfliktpartner gemeinsam eine sinnvolle Lösung erarbeiten. Als zertifizierter Mediator (universitär/FU Berlin) stehe ich Ihnen für Konflikte in der Familie, am Arbeitsplatz und in der Nachbarschaft zur Verfügung.

 

Eine Mediation kann in meiner Praxis in Berlin durchgeführt werden oder - auf Wunsch - auch am von Ihnen gewünschten Wohnort oder Arbeitsplatz.  

 

 

 

Mediation Mediator Berlin
Mitglied der Deutschen Stiftung Mediation e. V. (Fachgruppe Gesundheit)